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APRIL BIS DEZEMBER 2013
Die Osnabrücker Evopfade in Schweden

„If you make something wrong, don’t make it perfect. You will only make it perfectly wrong.”, ein Statement von Prof. Dr. Michael Braungart, Begründer des Cradle to Cradle Ansatzes, der am 21. Mai 2013 an der Cradle to Cradle Konferenz in der schwedischen Gemeinde Ronneby teilgenommen hat. Auch die Osnabrücker Evopfade waren, vertreten durch Projektkoordinator Frederik Fleischmann, vor Ort und haben mit großer Freude die Grüße von Bürgermeisterin Jabs-Kießler und der Lokalen Agenda 21 ausrichten und über die Ergebnisse in Ronneby informieren können.

Bei dem Ansatz Cradle to Cradle geht es darum, Produkte so zu entwickeln wie die Natur. In der Natur gibt es keinen Abfall. Man nehme Bäume: ihre Blätter dienen der Energiegewinnung durch Photosynthese. Wenn Sie im Herbst abfallen bieten Sie Schutz für Kleinlebewesen bilden Sie eine Nährstoffquelle für den Baum, indem Sie sich in neue Erde wandeln. Es geht also bei Cradle to Cradle darum, Kreislaufprodukte zu entwickeln, statt solcher Produkte, die am Ende Ihres Lebenszyklus auf Mülldeponien landen.

Mit diesem Ansatz verfolgt Ronneby einen vergleichbaren theoretischen Unterbau wie die Osnabrücker Evopfade. Den Evopfaden liegt das Evolutionsmanagement zugrunde, welches ebenfalls davon ausgeht, dass sich die Wirtschaft viel von der Natur abschauen kann, nicht nur technisch, sondern auch bei Themen wie der Strategieentwicklung und der Innovationsentwicklung.

Bei der Konferenz wurde erneut deutlich, dass sich die Gemeinde Ronneby  auf einem ähnlichen Pfad wie Osnabrück bewegt. Es geht auch in Ronneby darum, die Nachhaltigkeit der Region zu stärken und dadurch Vorteile für die Gemeinde zu schaffen.

In Ronneby sind die Nachhaltigkeitsbemühungen eine Existenzfrage. Wird es der Stadt, die im äußersten Südosten Schwedens liegt, durch die Nachhaltigkeitsaktivitäten gelingen, zukunftsträchtige Unternehmen, qualifizierte Fachkräfte, stabile Steuereinnahmen und eine glücklichere und gesündere Bevölkerung zu gewinnen? Die Stadt ist inzwischen auf einem guten Weg: Noch 2010 musste eine Vorschule abgerissen werden, die erst 13 Jahre zuvor gebaut wurde. Die dortigen Kinder und Erzieherinnen und Erzieher litten unter Allergien und Atembeschwerden, da bei allen Isolierungs- und Energiesparbemühungen heutzutage sehr häufig außer Acht gelassen wird, dass sich dadurch die Luftqualität und das Wohlbefinden dramatisch verschlechtern könnnen.

Nun werden zwei neue Vorschulen gebaut, die in vielerlei Hinsicht nachhaltiger sind: Sie werden unter anderem aus modernen, nachhaltigen Rohstoffen bestehen, regenerative Energiequellen nutzen, für gesundes Raumklima sorgen und besonderen Lärmschutz bieten. Auch finanziell lohnen sich die Bemühungen: Eine Vorschule in der Nachbargemeinde, die jedoch nicht nach Nachhaltigkeitskriterien gebaut wird, stellte sich als teurer heraus als das in vielen Aspekten überlegene Nachbargebäude in Ronneby.

Auch die vielen Nachhaltigkeitsaktivitäten Osnabrücks, können ein Beispiel für Ronneby sein, zum Beispiel im Bereich der Logistik sowie im akademischen und gesellschaftlichen Bereich. Und auch Ronneby kann mit seinen Aktivitäten und den Erfahrungen möglicherweise zur Entwicklung in Osnabrück beitragen. Der Projektverantwortliche in Ronneby, Johan Sandberg (CEFUR), hat mehrfach verdeutlicht, dass er eine intensivierte Zusammenarbeit und einen Erfahrungsaustausch mit den Akteuren Osnabrücks sehr befürwortet.

Mehr Informationen zur Konferenz inklusive des Programms finden Sie online unter www.ronneby.se/may_21. Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen ist gern das Projektteam der Osnabrücker Evopfade.
Sie erreichen uns unter +49 – (0)30 – 649 08 41 und mail@evopfade.de

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